Keine Startbahn West – Eine Region wehrt sich

Keine Startbahn West – Eine Region wehrt sich

Nach dem Ausleihen steht der Film 48 Stunden lang zum Ansehen bereit.

Sprache Deutsch
Untertitel EN
Genre Dokumentarfilm
Land Deutschland
Jahr 1982
Regie Wolfgang Schneider, Thomas Frickel, Regine Heuser, Gunter Oehme, Rolf Silber, Michael Smeaton
Produktion Frankfurter Filmwerkstatt Arbeitsgemeinschaft HE-Film Arbeitsgemeinschaft Volksbegehren "Keine Startbahn West"
Länge 115 Minuten
FSK Film 18 Jahre

Die 1970er Jahre waren in der Bundesrepublik geprägt von Protestbewegungen gegen Atomprojekte, Nachrüstung und industrielle Großprojekte, für Frieden, Gleichberechtigung und alternative Lebenskonzepte. Nach erfolgreichen Protesten gegen das geplante Kernkraftwerk Wyhl in Südbaden und gegen das Atommülllager Gorleben gab es Proteste auch gegen weitere Großprojekte wie den Ausbau des Frankfurter Flughafens. KEINE STARTBAHN WEST. EINE REGION WEHRT SICH (1982) entstand in einem Autoren-Kollektiv der AG HE-Film und der Frankfurter Filmwerkstatt (Thomas Frickel, Regine Hauser, Gunther Oehme, Wolfgang Schneider, Rolf Silber, Michael Smeaton).

Der Film zeichnet die Chronologie des Bürgerprotests nach und wählt viele Stilmittel, von Schrifteinblendungen bis zur Trickanimation. Wichtig waren dem Team die künstlerischen Aspekte des Protestes. So beginnt der Film mit dem Protestsong eines Liedermachers in einer leeren Halle. Diese Einstellung wird kontrastiert mit Bildern der Frankfurter Skyline und von Industrieanlagen. Später werden idyllische Aufnahmen des Waldes denen der zerstörerischen Baustelle gegenübergestellt. Die Interviews mit Aktiven, Piloten, Ärztinnen wirken heute vielleicht etwas konventionell, vor allem, da sie kaum geschnitten und häufig relativ lang sind. Der Kommentar ist durchaus pointiert: „Die Startbahn West ist die betonierte Beute des Wahnsinns“. Ein wichtiger Aspekt sind die Solidaritätskonzerte mit Musiker*innen und Bands wie Inga Rumpf, Udo Lindenberg, Bots und weiteren Künstler*innen. Dies ist ein gestaltendes Element des Films.

Ausführlich wird diskutiert, wann die Bürgerinnen sich gegen die Pläne der Industrie und der Politik wehren sollten und in welcher Form. Denn neben friedlichen Protesten mit 100.000 Teilnehmer*innen gab es an der Baustelle durchaus gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei, die die Durchführung der Baumaßnahmen durchsetzen musste. Letztlich wurde die Startbahn trotz aller Vorbehalte und Widerstände gebaut.

Bild © Frankfurter Filmwerkstatt Arbeitsgemeinschaft HE, Film Arbeitsgemeinschaft Volksbegehren Keine Startbahn West

Nach dem Ausleihen steht der Film 48 Stunden lang zum Ansehen bereit.